25.01.2012    
     
LED-Technologie in historischem Design

Straßenbeleuchtung in der Lenneper Altstadt modernisiert

Die Techniker der EWR haben langjährige Kenntnisse und praktische Fertigkeiten mit dem Einsatz von allen Lampen und Leuchtensystemen im Remscheider Straßenbeleuchtungsnetz. Jetzt sammeln sie weitere Erfahrungen mit der LED-Technologie. Bisher wurden LED-Musterleuchten probeweise in der Straßenbeleuchtung eingesetzt, um zu prüfen, ob sich Gesamtkosten, Lichtausbeute und Lichtqualität, im Sinne der Ausleuchtung von Straßen, rentieren. In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung schneiden LED-Leuchten, gegenüber konventionellen Beleuchtungslösungen, immer noch deutlich schlechter ab. Deshalb wurde auf einen großflächigen Einsatz von LED-Leuch-ten in Remscheid verzichtet.

In der Altstatt Remscheid-Lennep wurde im Jahr 2011 von der EWR ein Projekt gestartet. Zielsetzung war, mit den neuen LED-Lampen modernste Technologie mit historischem Design zu verbinden. Das Erscheinungsbild der LED-Leuchten wurde den alten Gaslaternen nachempfunden. Der LED-Einsatz für die Lenneper Altstadt ist dem Original täuschend ähnlich, weil auch die Apparate für den Gas-Zündmechanismus nachgebaut wurden, obwohl sie für Stromtechnik keine Rolle spielen. Sie wird aber genutzt, um die Kabel unsichtbar zu den LED-Leuchten zu führen. Mehrere dieser winzigen Leuchten sind jeweils unter einer Kunststoff-Glocke, die dem Gasstrumpf nach-empfunden ist. Durch diese Glocke verschwimmen die Lichtpunkte in der Dunkelheit zu einer erleuchteten Fläche. Auch die Lichtfarbe die-ser LED’s entspricht der von Gas. Die Ausleuchtung der historischen Altstadt hat hier eine andere Qualität als bei großen und breiten Straßen mit Straßenverkehr. Die EWR hat 12 historische Leuchten mit der neuen Technologie im Bereich Alter Markt angebracht. Die instal-lierte Leistung hat sich pro Lichtpunkt auf 24 Watt reduziert. Das sind 50 % Energieeinsparung gegenüber den bisher eingebauten Kom-paktleuchtstofflampen. Insgesamt werden mit der LED-Technik gut 1.000 kWh pro Jahr im Rahmen dieses Pilotprojektes eingespart. Die Untere Denkmalbehörde hat die Kombination von moderner Technik und historischem Design als sehr gelungen bewertet.

Kontinuierliche Modernisierung der Straßenbeleuchtung seit 2001

Zur Erinnerung: Als die EWR GmbH im Jahr 2001 die Straßenbeleuchtung von der Stadt übernommen hatte, waren damit anspruchsvolle Ziele verbunden. Die Stadt sollte heller und der Energiebedarf langfristig gesenkt werden. Ein wichtiges Element zur Energieeinsparung bei der Straßenbeleuchtung ist die Wahl der Lampentechnologie. Wichtige Kriterien sind dabei Lichtausbeute und Langlebigkeit. Seit vielen Jahren wechselt die EWR daher kontinuierlich ineffiziente Systeme aus und ersetzt diese durch moderne energiesparende Al-ternativen, wie z.B. Natriumdampflampen oder Kompaktleuchtstoff-lampen. Besonders ineffizient waren in der Vergangenheit die sogenannten Quecksilberdampflampen. Im Sommer 2010 hatte die EWR die letzten veralteten und ineffizienten Quecksilberdampflampen aus dem Netz genommen. Nach dem Austausch der alten Quecksilber-dampflampen durch die neuen und energieeffizienten Leuchtsysteme wurde dadurch in Remscheid eine Verbesserung der Lichtausbeute von 13 % erreicht. Die spezifische Energieeinsparung pro Lampe liegt bei über 10 %.

Allein in den letzten zehn Jahren hat die EWR durch kontinuierliche Investitionsbereitschaft fast 4.000 Leuchten ausgewechselt und rund 650 neue Leuchten hinzugebaut. Damit haben die Leuchten, die jünger als 10 Jahre sind, einen Anteil von ca. 42 % am Gesamtbestand von insgesamt ca. 11.000 Leuchten in Remscheid.